OPC UA

ℹ️ Verfügbar ab QuickHMI 14.10.1 (Enterprise-Lizenz)

Bei der Datenbereitstellung über OPC UA arbeitet QuickHMI als OPC-UA-Server. Die freigegebenen Variablen werden als OPC-UA-Nodes bereitgestellt; OPC-UA-Clients können sie lesen und, sofern die Variable schreibbar ist, auch beschreiben.

Abgrenzung: Eine OPC-Datenquelle ist das Gegenstück – dort verbindet sich QuickHMI als Client zu einem fremden OPC-UA-Server und konsumiert Daten. Bei der Datenbereitstellung ist QuickHMI der Server.

Aktivierung

Die OPC-UA-Datenbereitstellung aktivieren Sie in den Projekt-Einstellungen im Bereich Datenbereitstellung, Tab OPC UA Server. Das Feld Access Level (Standard ReadWrite) legt dort den projektweiten Standard-Zugriff fest. Welche Variablen bereitgestellt werden, steuern Sie über die Freigabe auf Projekt-, Datenquellen- und Variablenebene (siehe Datenbereitstellung im Überblick).

Projekt-Einstellungen: Datenbereitstellung, Tab „OPC UA Server

Basisadressen

Unter Basisadresse legen Sie Schema (opc.tcp oder opc.https), Host und Port fest (Standard-Port 48410; steht der Host auf (auto), wird der lokale Hostname verwendet, andernfalls binden Sie an eine bestimmte Adresse). Über + können Sie mehrere Basisadressen parallel anlegen (z. B. opc.tcp und opc.https).

Node-Struktur

Die Variablen erscheinen im Namespace urn:quickhmi:opcua:server:nodes in einer Ordnerstruktur:

QuickHMI › <Datenquelle> › <Variable>

Der Identifier-Typ der NodeId ist wählbar:

  • String (Standard): ns=<n>;s="<Datenquelle>"."<Variable>"
  • Numerisch: ns=<n>;i=<ID>

Sicherheit

  • Sicherheitsmodus: Sie legen die zulässigen Modi fest (zum Beispiel ohne Sicherheit oder Basic256Sha256 mit Signierung beziehungsweise Signierung und Verschlüsselung).
  • Authentifizierung: anonym oder mit Benutzername und Passwort.
  • Server-Identität und opc.https: Der Server nutzt die Zertifikate aus dem zentralen Zertifikatsmanager. Für opc.https lässt sich über die TLS-Zuweisungen pro Port ein eigenes TLS-Zertifikat zuweisen; ohne Zuweisung greift das Standard-TLS-Zertifikat.
  • Client-Zertifikate (Vertrauen): Ist die Option „Unsichere Zertifikate akzeptieren“ deaktiviert (empfohlen), werden nicht vertrauenswürdige Client-Zertifikate abgelehnt. Um einen Client zuzulassen, geben Sie sein Zertifikat im Zertifikatsmanager frei (Bereich AbgelehntVertrauen) und starten die Instanz neu.

Hinweis: Die Option „Unsichere Zertifikate akzeptieren“ lässt den Server ungültige oder abgelaufene Zertifikate automatisch akzeptieren und wird für den produktiven Einsatz nicht empfohlen.

Werte schreiben

Schreibbare Variablen (ReadWrite) können von OPC-UA-Clients beschrieben werden. Der Schreibmodus bestimmt das Verhalten:

  • Validiert (Standard): Die Schreibanforderung wird an die Datenquelle weitergeleitet; der Client erhält erst nach Bestätigung oder Ablehnung eine Antwort.
  • Optimistisch: Die Schreibanforderung wird sofort angenommen, ohne auf die Bestätigung der Datenquelle zu warten.

Über die Schreib-Zeitüberschreitung (ms) legen Sie fest, wie lange auf die Bestätigung gewartet wird.

Lizenz

Die Datenbereitstellung ist eine Enterprise-Funktion.