Update

Ein Update der QuickHMI Runtime wird über die bestehende Installation gelegt. Instanzen, Projekte und Einstellungen bleiben dabei erhalten. Wie das Update eingespielt wird, hängt von der Version ab.

Ein Update innerhalb von Version 14 läuft nach der Anleitung auf der Seite Installation, Reiter „Bis Version 14 (Lynx)“.

Ein Wechsel auf Version 15 ist kein Update, sondern eine Neuinstallation: Die neue Version wird an einer anderen Stelle im Dateisystem installiert und läuft als eigener Dienst. Ihre bestehende Installation bleibt dabei unangetastet und kann parallel weiterlaufen, bis Sie Ihre Projekte übertragen haben.

ℹ️ Hinweis: Version 15 ist noch nicht veröffentlicht. Diese Anleitung beschreibt das Update ab Version 15 und gilt erst mit deren Erscheinen.

Update mit eingerichteter Paketquelle

Haben Sie die QuickHMI-Paketquelle eingerichtet (siehe Installation), genügen zwei Befehle. Es ist nichts herunterzuladen und keine Datei auszuwählen.

sudo apt update
sudo apt install --only-upgrade quickhmi-Version_M

Ist bereits der aktuelle Stand installiert, meldet Ihr System das und ändert nichts. Ein sudo apt upgrade aktualisiert die Runtime ebenfalls, nimmt dabei aber auch alle übrigen anstehenden Systemaktualisierungen mit.

Update ohne Paketquelle

Ohne eingerichtete Paketquelle laden Sie das aktuelle Paket herunter und installieren es über die bestehende Installation. Es sind dieselben Befehle wie bei der Erstinstallation; eine Deinstallation ist nicht nötig und wäre sogar schädlich, weil sie Ihre Daten entfernen kann.

wget https://www.indi-an.com/linux/Version_M/quickhmi-Version_M_amd64.deb
wget https://www.indi-an.com/linux/Version_M/quickhmi-Version_M_amd64.deb.sha256
sha256sum -c quickhmi-Version_M_amd64.deb.sha256
sudo apt install ./quickhmi-Version_M_amd64.deb

Auf einem System mit ARM-Prozessor, etwa einem Raspberry Pi, ersetzen Sie amd64 durch arm64. Beim Archiv (.tar.gz) entpacken Sie es wie bei der Erstinstallation und rufen sudo ./install.sh auf.

Was beim Update geschieht

Alle laufenden Instanzen werden angehalten, das Programm und die mitgelieferte Java-Laufzeitumgebung werden ersetzt, danach werden die Instanzen wieder gestartet. Die Unterbrechung dauert je nach Projekt einige Sekunden. Planen Sie das Update deshalb so ein wie einen kurzen Neustart der Anlage.

Erhalten bleiben: Ihre Instanzen und Projekte, die Servereinstellungen, Zertifikate, selbst hinzugefügte JDBC-Treiber und die Protokolldateien.

Ein geöffneter Runtime Manager sollte vorher geschlossen werden, da während des Updates die Programmdateien ausgetauscht werden.

Updates der Java-Laufzeitumgebung

Die QuickHMI Runtime bringt ihre eigene Java-Laufzeitumgebung mit; ein auf dem System installiertes Java spielt keine Rolle. Sicherheitskorrekturen für Java kommen deshalb als Update der Runtime, und genau dafür ist die Paketquelle gedacht: Sie erhalten diese Korrekturen mit denselben zwei Befehlen wie jedes andere Update.

Die bisherige Laufzeitumgebung bleibt nach dem Update zunächst erhalten. Schlägt der Austausch fehl, wird sie automatisch wiederhergestellt und Ihre Instanzen laufen auf dem bisherigen Stand weiter.

Ist die Laufzeitumgebung auf dem Server älter als die des Editors, weist der Projektimport darauf hin. Der Server läuft damit einwandfrei, es fehlen lediglich Sicherheitskorrekturen; das Update behebt es.

Was nicht über das Paket kommt

Änderungen an Ihrem Projekt und am Server der Instanz erhalten Sie weiterhin über den Projektexport aus dem Editor. Beim Import werden diese Bestandteile erneuert. Ein Paketupdate ist dafür nicht nötig und ersetzt es auch nicht.

Automatische Systemaktualisierungen (unattended-upgrades) fassen die QuickHMI Runtime nicht an. Ein Update ist damit immer eine bewusste Entscheidung und findet nie unbeaufsichtigt im laufenden Betrieb statt.

Kontrolle nach dem Update

Der folgende Befehl zeigt die installierte Version, die Paketrevision und die Java-Version an. Er benötigt keine besonderen Rechte.

qhmiRM -v

Ob Ihre Instanzen wieder laufen, sehen Sie mit systemctl status quickhmi-Version_M@1 oder im Runtime Manager. Weitere Befehle beschreibt die Seite Betrieb als Dienst.