Überblick

ℹ️ Verfügbar ab QuickHMI 14.12.1

Der Zertifikatsmanager verwaltet alle Server-Identitäten und Vertrauensstellungen von QuickHMI an einer zentralen Stelle. Er löst die frühere, verstreute Zertifikatskonfiguration (globale SSL-/OPC-Keystores) ab.

Mit dem Zertifikatsmanager können Sie:

  • eigene Zertifikate erzeugen, importieren, exportieren, ersetzen und löschen,
  • festlegen, welches Zertifikat als Standard für TLS (Weboberfläche) bzw. Application (OPC-UA-Identität) dient,
  • steuern, welchen Gegenstellen-Zertifikaten vertraut wird,
  • pro Port ein eigenes TLS-Zertifikat zuweisen.

Wo finde ich den Zertifikatsmanager?

Der Zertifikatsmanager ist an drei Stellen verfügbar und arbeitet überall auf demselben zentralen Speicher:

  • im RuntimeManager (grafische Oberfläche),
  • im ConsoleRuntimeManager (kopflose/CLI-Konfiguration),
  • aus dem Editor heraus: Projekt-Explorer → Security → Zertifikate.

Hinweis: Beim ersten Start erzeugt QuickHMI automatisch selbstsignierte Standard-Zertifikate (TLS und Application) mit dem lokalen Hostnamen und den lokalen IP-Adressen. Sie können sofort loslegen und die Zertifikate später anpassen.

Aufbau

Die Navigationsleiste gliedert den Manager in folgende Bereiche:

  • Übersicht – zeigt die aktiven Standard-Zertifikate und Warnungen (abgelaufene Zertifikate, neue abgelehnte Zertifikate).
  • Eigene Zertifikate – Zertifikate inkl. privatem Schlüssel; siehe Eigene Zertifikate & Standard-Zertifikate.
  • AusstellerVertrautAbgelehnt – Vertrauensverwaltung; siehe Vertrauen verwalten.
  • TLS-Zuweisungen – port-spezifische Zertifikate; siehe TLS-Zuweisungen.
  • Protokoll – Verlauf aller Zertifikatsaktionen.

Die Übersicht

Die Übersicht zeigt die beiden aktiven Standard-Zertifikate:

  • Standard TLS – für TLS-gesicherte Verbindungen (z. B. Weboberfläche, opc.https, MQTT über TLS/WSS, …)
  • Standard Application – die Anwendungs-Identität (z. B. OPC UA)

Das Ändern der Standards ist auf der Seite Eigene Zertifikate & Standard-Zertifikate beschrieben.

Das Protokoll

Das Protokoll listet alle Zertifikatsaktionen (Erzeugen, Import, Export, Standard geändert, Zuweisung, Vertrauen …) mit Zeitstempel und ausführendem Benutzer.

Im ConsoleRuntimeManager

Der ConsoleRuntimeManager bietet denselben Funktionsumfang kopflos über das Menü „Certificate manager“:

Certificate Manager
0: Exit
1: Own certificates
2: Issuer certificates
3: Trusted certificates
4: Rejected certificates
5: Default certificates
6: TLS assignments
7: Event log

Die Untermenüs entsprechen den in diesem Thema beschriebenen Bereichen.

Migration aus älteren Versionen

Beim Update werden vorhandene globale SSL-/OPC-Application-Keystores automatisch in den zentralen Zertifikatsmanager übernommen. Die früheren globalen Einzel-Optionen entfallen.

⚠️ Verhaltensänderung (OPC): Selbstsignierte OPC-UA-Server-Zertifikate werden bei deaktiviertem „Zertifikate automatisch akzeptieren“ jetzt geprüft und müssen ggf. einmalig freigegeben werden. Details auf der Seite OPC Datenquellen anlegen bzw. Vertrauen verwalten.